19:00 Philosophisches Café - Eine sonderbare Stille

Ein Philosophisches Café mit der Buchautorin Katharina Schmidt.

"Die Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit schärft den Blick auf das Leben."

Katharina Schmidt. Eine sonderbare Stille. Warum der Tod ins Leben gehört. Brandstätter Verlag. Wien: 2016. ISBN 978-3-85033-965-0.

Katharina Schmidt

 

Hier die aktuelle Einladung, gern auch zum Weiterleiten:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde des Philosophischen Cafés!

In der Reihe „Tabu Tod“ darf ich Sie (euch) auf die die nächste Zusammenkunft im Philosophischen Café am Donnerstag, 29. September ab 19 Uhr im FreiRaumWels aufmerksam machen:

Autorin Katharina Schmidt des Anfang 2016 im Brandstätter Verlag erschienenen Buches „Eine sonderbare Stille. Warum der Tod ins Leben gehört“ wird bei dieser Zusammenkunft einleitend zur Thematik der Verdrängung des Todes aus dem gesellschaftlichen Alltag referieren und mit uns über das „letzte Tabu unserer Zeit“ und die „Akzeptanz unserer Endlichkeit“ diskutieren.

Einst war er fixer Bestandteil des menschlichen Daseins und des gesellschaftlichen Alltags: Heute wird der Tod verdrängt, jeder Gedanke an das unweigerliche Ende so lange wie möglich hinausgeschoben. Während Sterbende der High Tech-Medizin überlassen werden und Trauern keinen Platz findet, diskutiert man auf politischer Ebene über die Suizidbeihilfe. Dazwischen stehen Fragen, die uns alle betreffen: Wie wollen wir uns dem Thema Tod wieder annähern? Wie können wir Alte und Sterbende besser versorgen? Und: Wie wollen wir selbst sterben? In ausführlichen Gesprächen mit Ärzten, Pflegenden und Angehörigen sucht die Autorin nach Antworten und kommt zu dem Schluss: Die Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit schärft den Blick auf das Leben und kann auch die Angst vor dem Sterben nehmen.

„…es wird also über das Sterben und den Tod debattiert, als ginge es dabei um etwas Verhandelbares wie Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Rauchverbote. Gleichzeitig sehen wir uns stärker und immer öfter damit konfrontiert, dass uns zunehmend die Fähigkeit abhandenkommt, den Tod und das Sterben als etwas wahrzunehmen, das uns einen neuen Blick auf unser lebendiges Leben eröffnet.“ (Katharina Schmidt)

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ (Cicely Saunders, eine wichtige Hospiz-Pionierin)

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung der Stadt Wels.

Kons. Mag. Wolf Dorner, Koordinator Philosophisches Café"

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